5 Fragen an: Christina Kampmann (SPD)

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Christina Kampmann, Jahrgang 1980, Politikwissenschaftlerin, seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie ist ordentliches Mitglied im Innenausschuss.

Bereits seit ihrem Studium der Politikwissenschaft ist Christina Kampmann mit netzpolitischen Themen beschäftigt, sie engagiert sich seit längerer Zeit gegen die Vorratsdatenspeicherung. Politische Schwerpunkte setzt sie bei den digitalen Bürgerrechten, dem Schutz der Privatssphäre und einem freien Internet. Neben der Freiheit der Kommunikation im Netz will sie sich auch für mehr Transparenz und Partizipation bei politischen Entscheidungen einsetzen.

1. Wann bzw. zu welchem Anlass kamen Sie mit Netzpolitik in Berührung?

Für die Jusos habe ich seit 2008 im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung mitgearbeitet. Der AK koordiniert, wie Sie wissen, das gemeinsame Engagement verschiedener Akteure gegen die Vorratsdatenspeicherung. In diesem Zusammenhang war ich an der Vorbereitung der Demonstration „Freiheit statt Angst“ beteiligt, an der in dem Jahr 2013 in Berlin rund 50.000 Menschen teilgenommen haben. Netzpolitik, Vorratsdatenspeicherung und Bürgerrechte im Digitalen Zeitalter waren außerdem zentrale Bestandteile meines Studiums.

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5 Fragen an: Dr. Andreas Nick (CDU)

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Dr. Andreas Nick, Jahrgang 1967, Diplom-Kaufmann und Hochschullehrer, seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestags. Er ist ordentl. Mitglied im Auswärtigen Ausschuss sowie stellvertr. Mitglied im Finanzausschuss.

Die Potentiale für die unmittelbare Kommunikation zwischen Politik und Bürger hat Andreas Nick erkannt. Netzpolitik ist für ihn ein „Querschnittsthema“, das alle Menschen unserer Gesellschaft betrifft. Der neue Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion setzt thematische Schwerpunkte beim Breitbandausbau, der digitalen Wirtschaft und beim Thema Internet-Governance.

1. Wann bzw. zu welchem Anlass kamen Sie mit Netzpolitik in Berührung?

Neben der beruflichen und privaten Nutzung des Internets spielt die Nutzung von Social Media auch in meiner politischen Arbeit eine große Rolle: Twitter und Facebook etwa bieten ungeahnte Möglichkeiten zum unmittelbaren Kontakt und Dialog zwischen Bürgern und Politik.

2. Welches netzpolitische Thema liegt Ihnen besonders am Herzen, das Sie im #btADA verfolgen wollen? Weiterlesen

5 Fragen an: Maik Beermann (CDU)

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Maik Beermannm, Jahrgang 1981, seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist ordentl. Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union und stellvert. Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Für Maik Beermann ist Netzpolitik international. Von daher liegt ihm die EU sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Akteuren besonders am Herzen. Neben dem flächendeckenden Breitbandausbau möchte er sich mit dem Bereich „Green IT“ beschäftigen und der Frage nachgehen, wie man mit den vorhandenen Ressourcen am effektivsten umgehen kann. 

1. Wann bzw. zu welchem Anlass kamen Sie mit Netzpolitik in Berührung?

Ich bin seit 1997 Mitglied der Jungen Union und über diese Mitgliedschaft bin ich auf der politischen Ebene zuerst mit Netzpolitik in Berührung gekommen. Die Junge Union ist naturgemäß technisch versierter als ihre Mutterpartei und so fanden Diskussionen zum Urheberrecht, Jugend- und Datenschutz und E-Government statt. Waren es anfangs vereinzelte Veranstaltungen, mauserte sich Netzpolitik zum Dauerthema – das mittlerweile ganze Leitanträge füllen kann – und ergriff schlussendlich auch die CDU.

2. Welches netzpolitische Thema liegt Ihnen besonders am Herzen, das Sie im #btADA verfolgen wollen? Weiterlesen

5 Fragen an: Christina Schwarzer (CDU)

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Christina Schwarzer, Jahrgang 1976, seit 2013 Mitglied des Deuschen Bundestages. Sie ist ordentl. Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Christina Schwarzer betrachtet Netzpolitik, aufgrund ihrer langjährigen kommunalpolitischen Erfahrung in Berlin-Neukölln, primär aus Sicht der Kinder- und Jugendpolitik. Im Ausschuss will sie sich daher verstärkt für einen effektiven Jugendmedienschutz einsetzen.

1. Wann bzw. zu welchem Anlass kamen Sie mit Netzpolitik in Berührung?

Wer heute täglich das Internet nutzt, kommt meines Erachtens ständig mit Netzpolitik in Berührung. Alle unsere Verhaltensweisen sind netzpolitisch geprägt – allerdings machen wir uns noch viel zu wenig Gedanken darüber! Da ich den letzten 14 Jahren kommunalpolitisch in Berlin-Neukölln aktiv war, interessiere ich mich gerade im Hinblick auf unsere Kinder und Jugendliche schon länger für das Thema.

2. Welches netzpolitische Thema liegt Ihnen besonders am Herzen, das Sie im #btADA verfolgen wollen?

Ich will mich als Mitglied im #btADA um die Belange unserer Jugendlichen kümmern – der Jugendmedienschutz liegt mir sehr am Herzen. Ich hoffe, dass ich als Obfrau im Familienausschuss hier Synergien schaffen kann. Weiterlesen

5 Fragen an: Christian Flisek (SPD)

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Christian Flisek, Jahrgang 1974, Rechtsanwalt, seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist ordentl. Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz.

Der Bundestagsabgeordnete Christian Flisek braucht nicht viele Worte, um die Aufgaben des Ausschusses Digitale Agenda zu benennen. Für ihn ist Netzpolitik kein „Gedöns“, sondern „moderne Gesellschaftspolitik“. Sein wichtigstes Anliegen ist die Erhaltung der Netzneutralität.

1. Wann bzw. zu welchem Anlass kamen Sie mit Netzpolitik in Berührung?

Im Rahmen meiner Assistentenzeit an einem Lehrstuhl für Internetrecht an der Universität Passau.

2. Welches netzpolitische Thema liegt Ihnen besonders am Herzen, das Sie im #btADA verfolgen wollen?

Netzneutralität!

3. Warum muss Netzpolitik raus aus der Nische?

Nische, welche Nische? Wer Netzpolitik als Nischenthema sieht, betrachtet vermutlich auch Frauenpolitik als Gedöns. Ich denke, dass die Einsetzung eines Ausschusses zur digitalen Agenda doch sehr deutlich macht, dass Netzpolitik moderne Gesellschaftspolitik ist.
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5 Fragen an: Tankred Schipanski (CDU)

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Tankred Schipanski, Jahrgang 1976, seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist ordentl. Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung.

Für Tankred Schipanski ist Netzpolitik lange kein Nischenthema mehr. Während er den Querschnittscharakter betont, ist er besonders an der Weiterentwicklung des Urheberrechts interessiert. Auch die Bundesregierung hätte die Bedeutung einer Digitalen Agenda erkannt.

1. Wann bzw. zu welchem Anlass kamen Sie mit Netzpolitik in Berührung?

Ich bin gewissermaßen in das Thema hineingewachsen. Im Studium und später auch als Mitarbeiter an der Uni Ilmenau habe ich mich schwerpunktmäßig mit Medienrecht auseinandergesetzt. Als ich dann 2009 in den Bundestag eingezogen bin, war für mich schnell klar, dass ich mich damit gerne weiter beschäftigen würde. Als Mitglied im Unterausschuss Neue Medien und in der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft habe ich dann die Gelegenheit dazu bekommen, mich mit Netzpolitik in seiner ganzen Breite zu befassen. Ein spannendes Feld – gerade weil es als Querschnittsthema in fast alles Lebensbereiche hinein wirkt.

2. Welches netzpolitische Thema liegt Ihnen besonders am Herzen, das Sie im #btADA verfolgen wollen? Weiterlesen

5 Fragen an: Thomas Jarzombek (CDU)

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Thomas Jarzombek, Jahrgang 1973, IT-Berater, seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist Sprecher für Digitale Agenda der CDU/CSU-Fraktion und ordentl. Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Thomas Jarzombek will politisch adäquat auf die Komplexität der „digitalen Transformation“ von Wirtschaft und Gesellschaft reagieren und sie „zu seiner eigenen Agenda machen“. Die wichtigsten Themen sind dabei für den Sprecher für Digitale Agenda der CDU Förderungen von Existenzgründungen im IT-Bereich und der Ausbau der digitalen Infrastruktur.

1. Wann bzw. zu welchem Anlass kamen Sie mit Netzpolitik in Berührung?

Erst war da der C64, sehr viel später kam dann die Politik dazu. Computer faszinieren mich seit meiner Kindheit, sind mein Hobby und mein Beruf. Vor fast 20 Jahren habe ich mich als Systemadministrator selbstständig gemacht und ein kleines IT-Beratungshaus aufgebaut. Währenddessen habe ich mich politisch engagiert – mein zweites Hobby und inzwischen auch mein Beruf. Insofern kann ich nun das praktische mit dem nützlichen verbinden. Oder umgekehrt :-)

2. Welches netzpolitische Thema liegt Ihnen besonders am Herzen, das Sie im #btADA verfolgen wollen?

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5 Fragen an: Saskia Esken (SPD)

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Saskia Esken, Jahrgang 1961, staatl. geprüfte Informatikerin, seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie ist ordentl. Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung.

Netzpolitik verbindet Saskia Esken insbesondere mit bildungspolitischen Herausforderungen. Für sie muss Digitalisierung und Vernetzung zu einem Fortschritt im Sinne von Bildung und Aufklärung beitragen. Digitale Teilhabe dürfe daher nicht auf Netzneutralität beschränkt werden. 

1. Wann bzw. zu welchem Anlass kamen Sie mit Netzpolitik in Berührung?

In meiner Tätigkeit als Sekretärin an einem technischen Institut der Universität Stuttgart in den späten 1980er Jahren hatte ich im Umgang mit einem frühen Textverarbeitungssystem für wissenschaftliche Texte erstmals Berührung mit der IT. Die Maschine hat mich neugierig gemacht, und ich habe in einer dualen Ausbildung zur staatlich geprüften Informatikerin die Grundlagen gelegt für eine Tätigkeit in der Softwareentwicklung. Da in den 1990er Jahren in der IT-Branche die Bedingungen für die Vereinbarung von Familie und Beruf nicht gerade ideal waren, mussten mein Mann und ich – beide in der Branche tätig – nach der Geburt unserer Kinder eine Entscheidung treffen, und ich habe meine Berufstätigkeit zugunsten meiner Kinder aufgegeben. Ich würde das heute niemandem und insbesondere keiner Frau empfehlen … Weiterlesen

5 Fragen an: Lars Klingbeil (SPD)

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Lars Klingbeil, Jahrgang 1978, seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist netzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, ordentl. Mitglied im Verteidigungsausschuss, stellvetr. Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie Kultur und Medien.

Der netzpolitische Sprecher der SPD Lars Klingbeil will sich in hohem Maße für eine Politik der Digitalisierung im Herzen des Parlaments einsetzen. Schwerpunkte setzt er beim Breitbandausbau, bei politischen Rahmenbedingungen für mehr Wirtschaftswachstum und neue Arbeitsplätze sowie bei einer Cyber-Außen- und Sicherheitspolitik auf internationaler Ebene.

1. Wann bzw. zu welchem Anlass kamen Sie mit Netzpolitik in Berührung?

Im Jahr 2009 ist das Thema durch die Netzsperren-Diskussion erstmals richtig in den Fokus gerückt. Dort war ich aktiv. Als ich dann in den Bundestag eingezogen bin, hat mich die SPD-Fraktion zum netzpolitischen Sprecher gewählt. Seitdem ist das Thema eines meiner politischen Schwerpunkte.

 2. Welches netzpolitische Thema liegt Ihnen besonders am Herzen, das Sie im #btADA verfolgen wollen?

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5 Fragen an: Dr. Konstantin von Notz (Bündnis 90/Die Grünen)

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Dr. Konstantin von Notz, Jahrgang 1971, seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist stellvertr. Fraktionsvorsitzender sowie netzpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen und ordentl. Mitglied im Innenausschuss sowie stellvertr. Mitlglied im Ausschuss Recht und Verbraucherschutz.

Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission „Internet und Digitale Gesellschaft“ umzusetzen, ist für Konstantin von Notz die wichtigste Aufgabe des Ausschusses für Digitale Agenda. Dazu müsse die Große Koalition von der Opposition aus ihrem netzpolitischen Winterschlaf geweckt werden.

1. Wann bzw. zu welchem Anlass kamen Sie mit Netzpolitik in Berührung?

Als am Anfang der letzten Legislatur klar war, dass ich mich als Sprecher meiner Fraktion im Bundestag mit innenpolitischen Themen beschäftigen werde, war sehr schnell klar, dass diese von netzpoltischen Fragen kaum zu trennen sind. Dies gilt vor allem für den Bereich des Datenschutzes, für den Kampf gegen die Vorratsdatenspeicherung und andere Überwachungsinstrumente, die heute allesamt eine Online-Komponente haben, genauso aber für Themen wie die Weiterentwicklung der Informationsfreiheit und Open Data, für sämtliche Belange der staatlichen Transparenz, der Antikorruptionsarbeit und eines modernen E-Governments. Ich freue mich sehr, dass meine Fraktion, übrigens als erste im Deutschen Bundestag, die Bedeutung des Themas durch einen eigenen Sprecherposten zu Beginn der letzten Legislatur untermauert hat. Auch vor dem Hintergrund, dass alle anderen Fraktionen hier mittlerweile nachgezogen haben, kann man in der Retroperspektive sicher sagen, dass wir die netzpolitischen Debatten in Deutschland in den vergangenen Jahren entscheidend mitgeprägt haben.

2. Welches netzpolitische Thema liegt Ihnen besonders am Herzen, das Sie im #btADA verfolgen wollen?

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