5 Fragen an: Jens Koeppen (CDU)

koeppen_jens

Jens Koeppen, Jahrgang 1962, seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist Vorsitzender des Ausschusses Digitale Agenda, ordentl. Mitglied im Ausschuss Wirtschaft und Energie sowie stellv. Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Jens Koeppen ist der ambitionierte neue Vorsitzende des Ausschusses Digitale Agenda. Er ist der Ansicht, dass viele digitale Themen zusammen gedacht werden müssen und daher nicht „filetiert“ werden sollten. Er will daher im neuen Ausschuss „thematisch zusammenführen was zusammen gehört.“

1. Wann bzw. zu welchem Anlass kamen Sie mit Netzpolitik in Berührung?

Das ist schon sehr lang her. Die Befassung mit der Thematik begann durch den mangelnden  Zugang zum schnellen Internet in meiner Heimatregion, der Uckermark. Seit 5 Jahren ca. gehört die Digitalisierung unserer Gesellschaft zu einem meiner politischen Schwerpunktthemen.

2. Welches netzpolitische Thema liegt Ihnen besonders am Herzen, das Sie im #btADA verfolgen wollen?

Ich möchte das Thema nicht so filetieren. Vieles muss man zusammen denken und zusammen entscheiden. Darum gibt es ja auch unseren Ausschuss. Dennoch halte ich persönlich die Schaffung guter infrastruktureller Voraussetzungen in allen Regionen und Ortschaften sowie den Schutz dieser Infrastruktur für grundlegend, um Chancengerechtigkeit sicherzustellen und weiterhin wirtschaftlichen Erfolg in Deutschland haben zu können.

3. Warum muss Netzpolitik raus aus der Nische?

Die Digitalisierung hat mittlerweile für jeden in ganz vielen Lebensbereichen immense Bedeutung. Und diese Bedeutung wächst. Große Teile unseres Wohlstands resultieren aus dem Netz. Es ist ein unglaublicher Wandel im Gang, dem man politische Aufmerksamkeit schenken muss und wo auch Entscheidungen notwendig sind.

4. Wer muss noch davon überzeugt werden, dass die Digitale Agenda auf die Große Agenda gehört, dass das Thema also von allgemeiner gesellschaftspolitischer Relevanz ist?

Die Einsicht im Deutschen Bundestag ist mittlerweile weit verbreitet. Deshalb gibt es ja auch unseren Ausschuss. Aber es ist richtig, einige fremdeln noch mit dem Thema.

5. Welche Ergebnisse wünschen Sie sich bis zum Ende der Legislaturperiode? Was sollte der Ausschuss in jedem Fall erreichen?

Wir werden thematisch zusammenführen was zusammen gehört. Wir werden neue Wege im parlamentarischen Austausch mit dem Bürger gehen und es wird für sehr viele sichtbar werden, dass Netzpolitik weit, weit mehr ist als Facebook und Twitter. Thematisch werden wir Impulsgeber sein, um die Ergebnisse der Enquete-Kommission umzusetzen. Gesteckte Ziele, wie das flächendeckende 50 MBIT-Ziel bis 2018 des Koalitionsvertrags, werden wir konsequent einfordern und das Erreichen des Ziels unterstützen.

Bild: © Jens Koeppen / Frank Nürnberger

Buch-Cover von Marina Weisband

Nicolas Krotz

Nicolas Krotz studierte Politikwissenschaften (M.A.). Seit Oktober 2013 ist er Promovend an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und schreibt an seiner Dissertation über die Europäische Union. Kontakt: nkrotz(at)politik-digital.de

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *